Pressemitteilung Neuwahl WLR-AK Leitungsgremium

Kurzfassung

10.12.2004, Berlin. Der Arbeitskreis der Betriebsräte in der Wehrtechnik, Luft- und Raumfahrt (WLR) hat auf seiner letzten Mitgliederversammlung in Berlin eine neue Führung gewählt. Markus Bräunlein, der neue 1. Sprecher des WLR, ist Betriebsrat bei AOA apparatebau gauting
gmbh. Michael Bernhard, Betriebsrat der EADS Deutschland GmbH in München-Unterschleißheim ist der neue 2. Sprecher. Das Amt des Schriftführers fiel an Uwe Kess von der Junghans Feinwerktechnik in Schramberg, einem Unternehmen der Diehl-Gruppe. Als gewählte Vertreter von über 70.000 Arbeitnehmern der Wehrtechnik, der Luft- und Raumfahrt sowie der Forschung, setzen sich die WLR-Betriebsräte vor allem für Erhalt und Sicherung der deutschen Arbeitsplätze in ihren Firmen ein. Vordringliche Themen sind dabei unter anderem die Verbesserung der Exportbedingungen sowie die geplante Zusammenlegung von deutschen  Forschungsgesellschaften mit dem Ziel einer Reduzierung von Personalkapazitäten. Aktuell fordern die Betriebsräte eine positive Entscheidung für das Projekt MEADS, von dem direkt 450-600 Hightech-Arbeitsplätze in deutschen Firmen abhängen. Der WLR-AK ist ein unabhängiger Zusammenschluss von derzeit 61 Betriebsratsgremien aus ganz Deutschland.

Langfassung

Neuwahl des WLR-Leitungsgremiums

10.12.2004, Berlin. Auf der Mitgliederversammlung des “Arbeitskreises der Betriebsräte in der Wehrtechnik, Luft- und Raumfahrt” (WLR) wurden Markus Bräunlein und Michael Bernhard als neue Sprecher des Arbeitskreises gewählt.

Zu den vorrangigen Zielen des Arbeitskreises erklärte Markus Bräunlein: “Die Sicherung der noch verbliebenen Arbeitsplätze in der Wehrtechnik, Luft- und Raumfahrt ist unser Hauptanliegen. Wir werden auch weiterhin bei allen Politikern unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit für unseren Industriezweig werben. Branchen, in denen es insgesamt einige hunderttausend Arbeitsplätze gibt, darf man nicht links liegen lassen.”

Die aktuelle Situation der wehrtechnischen Industrie umriss Michael Bernhard: “Durch die permanenten Kürzungen des Verteidigungshaushaltes sind bereits tausende von Arbeitsplätzen weggefallen oder ins Ausland gewandert. Das zwingt die Bundeswehr immer mehr dazu ihre Ausrüstung ebenfalls im Ausland zu kaufen. Budgetmittel, die im Ausland ausgegeben werden, schaden aber Deutschland doppelt. Zum einen fehlt dem Staat der Rückfluss an Steuergeldern und Sozialabgaben, zum anderen verlieren wir grundlegendes Know-how und damit die Konkurrenzfähigkeit. Das sind die falschen Signale, um den Forschungs-, Industrie- und
Produktionsstandort Deutschland für künftige Generationen nachhaltig attraktiv zu machen.“

Der neu gewählte 1. Sprecher Markus Bräunlein (34) ist Betriebsrat der „AOA apparatebau gauting GmbH“ und war bisher 2. Sprecher des WLR-AK. Michael Bernhard (45), bisher Internetbeauftragter des WLR-AK, kommt vom Standort Unterschleißheim der „EADS Deutschland GmbH“ und wurde nun als 2. Sprecher gewählt. Das neu eingeführte Amt des Schriftführers übernimmt für die nächsten zwei Jahre Uwe Kess (39), Betriebsrat bei der Jungahns Feinwerktechnik GmbH.

Zu den Themen, die den WLR-AK unter anderem beschäftigen, zählt die Verbesserung der Exportbedingungen für deutsche wehrtechnische Unternehmen und die Bestandssicherung der deutschen Forschungseinrichtungen. Aktuell ist für die Betriebsräte die Diskussionen um die Beauftragung des Projektes MEADS durch den Bundestag von höchstem Interesse. Von dieser Beauftragung hängen direkt 450-600 Hightech-Arbeitsplätze in deutschen Firmen ab.

Die neuen Sprecher bedankten sich im Rahmen der Mitgliederversammlung ausdrücklich bei den scheidenden Sprechern Andreas Knoll und Dieter Rügemer. Beide gehörten zu den Arbeitskreis der Betriebsräte in der Wehrtechnik, Luft- und Raumfahrt Gründungsmitgliedern und haben die Arbeit des WLR-AK in den vergangenen zehn Jahren maßgeblich geprägt. Nicht zuletzt dank ihres Einsatzes konnte das für die deutsche Luftfahrtindustrie entscheidende Projekt „Eurofighter“ auf den Weg gebracht werden. Damit
wurden und werden tausende von hochqualifizierten Arbeitsplätzen in Deutschland gesichert.

Der unabhängige Arbeitskreis besteht seit zehn Jahren. Ihm gehören derzeit 61 Betriebsratsgremien aus der Wehrtechnik, der Luft- und Raumfahrt sowie der Forschung an. Der WLR-AK vertritt über 70.000 Mitarbeiter und versteht sich als Mittler zwischen Politik und
den Belangen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betrieben.

Nähere Informationen erhalten Sie beim
1. Sprecher: Markus Bräunlein Tel: 089 / 89 317 – 2 26 Mobil: 0179 / 295 60 15
2. Sprecher: Michael Bernhard Tel: 089 / 31 79 – 37 49 Mobil: 0179 / 294 94 99

Der „Arbeitskreis der Betriebsräte in der Wehrtechnik, Luft- und Raumfahrt“ (WLR-AK) ist ein unabhängiger Zusammenschluss von Betriebsräten, die weiteren Arbeitsplatzverlusten in diesen Branchen entgegenwirken wollen. Derzeit gehören Betriebsratsgremien von 61 namhaften deutschen Betrieben dem WLR-AK an, so dass die gewählten Vertreter von ca. 70.000 Arbeitnehmern in dieser firmenübergreifenden Initiative Zusammenarbeiten.

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