Brief an die Bundestagsabgeordneten für MEADS

Aus den täglichen Pressemeldungen zum Projekt MEADS ist nach wie vor nicht zu erkennen, dass eine positive Entscheidung für das Luftverteidigungssystem zustande kommt.

Damit die hochqualifizierten Arbeitsplätze in deutschen Unternehmen angefangen bei der LFK GmbH über die EADS Deutschland GmbH und MAN, Lechmotoren, Berner & Mattner, Evotech und weiteren mittelständischen Unternehmen durch die Beauftragung der Entwicklung gesichert werden können, hat der WLR-AK am 15.03.2005 einen Brief an alle Mitglieder des Haushaltsausschusses und des Verteidigungsausschusses im Deutschen Bundestag, sowie an die Fraktionsvorsitzenden und den Bundeskanzler mit nachfolgendem Inhalt gesandt.

Gefahr für Arbeitsplätze durch ablehnende Haltung zu MEADS

die Entscheidung des Haushaltsausschusses, die Beschlussfassung zum Luftverteidigungssystem MEADS auf unbestimmte Zeit zu verschieben, kann der WLR-AK nicht nachvollziehen. Damit wird, was die Beteiligung deutschen Unternehmen betrifft, das Projekt als Ganzes in Frage gestellt.

Durch diese Entscheidung werden Mitgliedsbetriebe des WLR-AK in besonderer Weise sehr hart getroffen.

Durch das Projekt MEADS werden in Deutschland hunderte von High-Tech-Arbeitsplätzen unter anderem bei den Firmen LFK, EADS, Lechmotoren, Berner & Mattner, Evotech und weiterer mittelständischer Unternehmen gesichert. Das zu erwartende Potential an künftigen Exportkunden bietet zudem mittel- und langfristig die Möglichkeit, neue Arbeitsplätze in diesem Hochtechnologiebereich zu schaffen.

Gerade in den Bereichen System- und Radartechnik sowie Führungsinformation- und Kommunikationstechnik liefern die an dem Projekt beteiligten deutschen Firmen Spitzenleistung. Durch die Ablehnung des Projektes MEADS droht der Verlust dieser Kernkompetenzen für Deutschland. Der Verlust der Kompetenzen wird zwangsläufig den Abbau von hochqualifizierten Arbeitsplätzen und möglicherweise zur Schließung ganzer Betriebe führen. Darüber hinaus wird ein nicht unerheblicher volkswirtschaftlicher Schaden entstehen, wenn die zum Schutz der deutschen Soldaten benötigte Ausrüstung nicht mehr im eigenen Land hergestellt wird, sondern aus dem Ausland beschafft werden muss.

Wir Betriebsräte finden es unverständlich, dass das Leben von deutschen Soldatinnen und Soldaten in Auslandseinsätzen gegen die Kosten für dieses hochmobile und luftverladbare Abwehrsystem aufgewogen wird. Mit MEADS wird eine Bedrohungslücke geschlossen, die nicht nur das Leben der deutschen Soldatinnen und Soldaten in den Einsatzgebieten schützt, sondern auch die Zivilbevölkerung vor Ort vor terroristischen Angriffen bewahrt.

Der Arbeitskreis der Betriebsräte in der Wehrtechnik, Luft- und Raumfahrt (WLR-AK) fordert den Bundestag nachdrücklich auf, sich rasch für die Beauftragung der Entwicklung des Luftverteidigungssystems MEADS auszusprechen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Die Vorsitzenden des WLR-AK

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