WLR-AK für dritte Eurofighter-Tranche

03.01.06. Der „Arbeitskreis der Betriebsräte in der Wehrtechnik, Luft- und Raumfahrt (WLR-AK)“ spricht sich deutlich für die Lieferung der dritten Eurofighter-Tranche aus.

Durch die Entwicklung und den Bau des Eurofighter werden in Deutschland viele tausend Arbeitsplätze gesichert. Nicht nur für den Bereich Militärflugzeuge bei der EADS Deutschland GmbH als Hauptauftragnehmer, sondern auch bei vielen Mittelständischen Unternehmen ist der Eurofighter langfristig der Garant für den Erhalt von hoch- und höchstqualifizierten Arbeitsplätzen. Das mögliche Potential an künftigen Exportkunden bietet zudem mittel- und langfristig die Möglichkeit, neue Arbeitsplätze in diesem Hochtechnologiebereich zu schaffen.

In den Bereichen System- und Radartechnik sowie Avionik, Triebwerkstechnik und vielen anderen Bereichen liefern die am Eurofighter beteiligten deutschen Firmen Spitzenleistung. Der Verlust dieser Kompetenzen würde für Deutschland nicht nur den Verlust von hochqualifizierten Arbeitsplätzen und möglicherweise die Schließung ganzer Betriebe bedeuten, sondern auch einen nicht unerheblichen volkswirtschaftlichen Schaden mit sich bringen.

Die im WLR-AK organisierten Betriebsräte können nicht nachvollziehen, dass bei den Vorschlägen gerade aus Reihen des SPD die Belange der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den betroffenen Betrieben nicht berücksichtigt werden.

Von jedem Euro, der in nationale Verteidigungsprojekte investiert werden, fließen 60-70% durch Steuern und Sozialabgaben der Arbeitnehmer und der Betriebe an den Staat zurück. Statt mit unüberlegten Vorschlägen Arbeitslosigkeit zu erhöhen, sollten Projekte wie der Eurofighter, die langfristig Beschäftigung sichern, gefördert werden.

Michael Bernhard
Pressesprecher

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